Wolfgang L. Diller

   
aka Vincent23
* 1954

Bilderarbeit seit 1977
Kunstgeschichte LMU München 1975-81

1980 Gründung der Künstlergruppe Frisch gestrichen
mit Detlef Seidensticker und Bernhard Springer

Seit 1983 beteiligt an folgenden Projekten
und temporären Künstlergruppierungen:
NEUE HEIMAT
TENDENZ & KLIMA
Commando d `art revolutionaire
DREH DICH UM HERMANN
HighFlyer ClubTV & Slacker

Ausstellungen
im In- und Ausland (v. a. 1983 – 1992, Auswahl)
1981-88 Galerie U5, Institut für Bilder-Bilder, MUC
weiterhin in München, Berlin, Düsseldorf,
Graz, Turin, New York, Rosenheim, Landshut, Frankfurt etc. pp.

Videofestivals
u. a. Locarno, Arnheim

Mitherausgeber des Fanzine „plastic indianer no. 1 – 20“ seit 1980
Organisation und Katalogredaktion der Ausstellungen
Sklaven küßt man nicht 1990
Videokunst in München 1992
& WRITERS CORNER 1994
1994 - 2004 Langzeitdoku der Writerszene MUC
1998 und 2004 Graff-Videozine AUGENDUSCHE
Medienpädagogische Projekte, u. a.
Jugendkultur-TVmagazin CULTURE CLUB für den AFK MUC
Mitte der 90er freier Mitarbeiter Spielfilmredaktion pro 7

Seit 1993 bevorzugte Zusammenarbeit mit Andreas Bergen,
Peter Becker, Bernhard Springer, F & U und anderen .....

Bibliografie:
Horst Ludwig: Vom Blauen Reiter zu Frisch gestrichen
Malerei in München im 20. Jahrhundert MUC 1997

Internet:
www.dynamicmix2000.de
www.lostimagesproduction.de
www.verlorenebilder.de

E-Mail:
vincent23@gmx.de

 

 

     

Bernhard Springer

   
geboren 1955 in Hannover, Abitur, Wehrdienst, Bildhauerpraktikum bei Hanns-Joachim Klug, Studium der Theologie, Literaturgeschichte, Linguistik, Logik und Wissenschaftstheorie, Magister Artium, Promotion in Filmphilologie,
seit 1980 freischaffender Künstler in den Bereichen Malerei, Video, Film und Skulptur, Einzelausstellungen im In- und Ausland u.a. München, Berlin, Stuttgart, Zürich, Graz, Turin,
New York, Gruppenausstellungen und Videoprojekten mit der Künstlergruppe „Ex-Neue Heimat“, Mitbegründer der Produzentengalerie „Galerie U5“ (aka „Werkstatt“, 1980-1990) im Münchner Westend und Gründung der Künstlergruppe „frisch gestrichen“ mit Wolfgang L. Diller und Detlef Seidensticker, Herausgeber des Fanzines „Plastic Indianer“ zusammen mit W.L. Diller,
Mitglied im BBK München/ Oberbayern, Dokumentarfilmer und Producer für TV und Kino,
verheiratet, drei Kinder, lebt und arbeitet in München.

Preise:
PRIX DU CONSEIL DE L’EUROPE / PREIS DES EUROPARATES für das Gruppenprojekt „Plastic Indianer No 15“, IX. Festival International de Video et des Arts electronicques, Locarno 1987
I. TRAILERAWARD, 1. Preis für den ProSieben News-Trailer, (Text + Konzept), München 1993
Veröffentlichungen u.a:
Horst G. Ludwig: VOM BLAUEN REITER ZU FRISCH GESTRICHEN,
Malerei in München im 20. Jahrhundert, München 1997
SKLAVEN KÜSST MAN NICHT,
Katalog zur Ausstellung in der Galerie der Künstler, BBK München/ Obb., München 1990
Staatliche Kunsthalle Berlin: KUNST UND MEDIEN, Berlin 1984
NEUE HEIMAT, Katalog zur Ausstellung Galerie der Künstler,
BBK München/ Obb., München 1983
BBK München/ Obb.: DIE ERSTEN JAHRE DER PROFESSIONALITÄT, München 1981

Ausstellungen im In- und Ausland u. a.:
Galerie U5, München - Galerie Krupan, München - Galerie Schlappka, München - Haus der Kunst, München - Galerie der Künstler, München Mohr-Villa, München - Galerie Akku, München
Kunstpark Ost Forum, München - Galerie Art Transfer, München Eigenart, München - Galerie in der Au, München - Künstlerwerkstatt Lothringerstrasse, München
Galerie Ars Viva, Berlin - Staatliche Kunsthalle, Berlin -Galerie Zyndikat, Berlin - Galeriehaus, Hof - Neue Galerie, Landshut
Galerie Maxwehr, Landshut- Galerie Türmle, Heidenheim - ARTIG Kunstverein, Velen - deltagalerie, Düsseldorf - Galerie Hemdendienst, Nürnberg - Künstlerhaus Stuttgart
Movieclub, Turin - Haus der Jugend, Graz
The Exhibition Space, New York - Leonard Perlson Gallery, New York
Kunstraum Süd, Frankfurt

Veröffentlichungen als Buchautor u.a.:
LIQUID IMAGES, (m. Michael Müller), in : Semiotics of the media, Berlin/ New York 1997
EDLE WILDE - ROTE TEUFEL, (m. Mathias Peipp), München (Heyne) 1997
KANNIBALE & LIEBE, (m. Karin Springer), in: Ed Gein. A quiet Man, München (belleville) 1996
HEINZ RÜHMANN - ICH BIN EIN ANHÄNGER DER STILLE, (Hg. m. Mathias Peipp),
München (belleville) 1994
HUGH, ICH HABE GESPROCHEN - INDIANER IM FILM, (m. Mathias Peipp), in: Prärie- und
Plainsindianer, Main 1993
REPERTOIRE. DIE ELEMENTE VON WENDERS’ BILDER-ARBEIT, in: Wim Wenders, München
(Heyne) 1990
THEORIE DER SYNTAGMATIK, in: diskurs film 1, München 1987
NARRATIVE UND OPTISCHE STRUKTUREN IM BEDEUTUNGSAUFBAU DES SPIELFILMS,
Tübingen 1987
Filmografie u.a.: DER KAPELLMEISTER/ THE CONDUCTOR, (Produzent), Kinofilm 90 Min., Häberle/ Springer 2005
DEUTSCH ODER POLNISCH, (Regie), Dokumentarfilm 90 Min., true lines 2004/5
THE LAST RESPECT, (Co-Produzent), Kinofilm 90 Min., R: King Ampaw, true lines 2004/5
SUCK MY DICK. (Producer), Kinofilm 90 Min., R: Oskar Roehler, Helkon 2000
NICHTS ALS DIE WAHRHEIT, (Dramaturg), Kinofilm 100 Min., R: Roland Suso Richter, Helkon 1998
14 TAGE LEBENSLÄNGLICH, (Scriptconsulting), Kinofilm 100 Min., R: Roland Suso Richter, Helkon 1997
PRO MOVIE, (ausf. Produzent), wöchentl. Kinomagazin, Pro Sieben 1994-95
HEINZ RÜHMANN - KLEINER MANN GANZ GROSS, (Regie), Doku 90 Min., Pro Sieben 1994
WELTREISE EXTREM, (Producer), 9-teilige Dokuserie, Pro Sieben 1993
DISNEYCLUB, (Autor), Folgen 1-8, Bavaria 1990
PLASTIC-INDIANER NO 15, Künstlervideo zus. m. “Ex-Neue Heimat”, 1987

Internet: www.bernhard-springer.de

 

 

 


 

 

 

     
Wolfgang L. Diller

Wolfgang L. Diller arbeitet mit alten und neuen Medien gleichzeitig, deren Vermischung innerhalb des Arbeitsprozesses beabsichtigt ist , um die ästhetische Bildwirkung vor allem in der Malerei zu erweitern und neue Ausdrucksformen zu entwickeln. Videospezifische Ästhetik der Leuchtröhre des Monitorbildes findet direkte Umsetzung in der Malerei: die großformatige Aquarellmalerei auf Leinwand verfolgt das Ziel, eine ähnliche Leuchtkraft wie beim Monitorbild zu realisieren.
Auch thematisch wird die "neue" Medialität elektronischer Bildwelten aufgenommen: virtuelle 3D-Chatwelten im Web werden gleichberechtigt wie die physische Welt mit realistischen Bildverfahren gemalt – aktuelle Landschaftsmalerei.
Die Menschendarstellung wiederum konzentriert sich aktuell auf dreidimensionale Figurenmodelle, den sog. Avataren, virtuelle Stellvertreter realer menschlicher Existenzen im Datennetz. Datenkonstrukte werden so vermischt mit Persönlichkeitskonstrukten, ebenso mit Konstrukten von Dingen bzw. von Welt. Eine komplexe Geschichte. Denn man trägt nicht Ordnung in das Chaos, indem man Chaos für Ordnung erklärt.

Ästhetische und malerische Qualitäten korrespondieren bei der Videoarbeit mit selbstverständlich gesellschaftskritischer Thematik - nonlineare, ästhetisch extreme Propagandavideos, natürlich herrschaftskritisch, antikapitalistisch.
Ein flackernder, nichtlinearer Schwall von Informationen und audiovisuellen Sinneseindrücken. Wenn überhaupt eine Geschichte, dann eine, die in surrealen (?), sprunghaften Schnitten und Überlappungen erzählt wird.
Eine wie auch immer definierte Haltung des Widerstands erfordert die Produktion von „Gegenbildern“. Dabei geht es nicht nur allein um Form und Inhalt dieser „Gegenbilder“, sondern auch um Produktionsweisen und Rezeptionszusammenhänge.
Ganz undenkbar ist es heute, auf den Ausdruck subjektiver Befindlichkeiten zu setzen und eine wie auch immer geartete Authentizität zu beschwören. Dieser Ansatz wird nur noch unerträglicher, wenn er via Kunst mit Neuen Medien vorgeführt wird.
Alte Medien wie Malerei haben denselben Stellenwert wie die neuen Medien der Videotechnik und interaktiven 3D-Installationen. Das ist hier die ganz normale künstlerische Praxis.

 

 

Bernhard Springer

Bernhard Springer wandte sich nach den gemeinsamen Videoproduktionen mit der Gruppe, die für ihn mit dem auf dem Filmfestival in Locarno augezeichneten "plastic-indianer" ihren Höhepunkt erreichte, wieder gänzlich der Tafelmalerei zu. Anknüpfend an seine Anfänge als Fotorealist und Sprayer malt er Ausschnitten medialer Bildern, die selbst bereits Wirklichkeitsausschnitte aus Politik, Sport und Film sind. So erscheinen die aus den Medien vertrauten Bilder in ungewohnter Perspektive und im Licht einer popigen Farbpalette tritt hinter der Abbildung der Realität eine andere Wirklichkeit hervor.

 
   

 

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