Friederike & Uwe |
||
| Friederike
von der Weppen, geboren 09.12.1968 in Würzburg. 1989-1996 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Professor Dengler. 1.Staatsexamen Uwe Wulz, geboren 08.08.1965 in Feldkirchen/Westerham. Studium Innenarchitektur, FH Rosenheim. 1993-1999 Studium an der Akademie der bildenden Künste München bei den Professoren Weishaar, Zacharias und Res Ingold, Diplom Gemeinsame Projekte (Auswahl): 1994 "Plastikland", Galerie 87°West, München "1. Eigenart", Bet. München Riem 1995 "2.Eigenart" mit Bathroom, Bet. München Riem "Art & Carry", Ausstellung mit Kaufhaus-Flair, Bet. München "2.Domagk-Ateliers", Installation "Essen und Trinken mit F & U", Bet. München "Engel über Engel", Bet., mit Live-Performance in der Rathausgalerie München 1996 "3.Domagk-Ateliers", Rauminstallation mit "Space Bubbles", Bet., München "Deep Inside – The Art of Porno", Bet., Lausanne 1997 "3.Eigenart", Performance mit Devotionalien und Kunst-Messe, Bet., München "1.Kongress für Performance & Visual Arts", mit "Supra-Prall", Bet., Berlin "4.Domagk-Ateliers", Bet., München "Space-Tours", SF-Film, Slacker 2, Ultraschall Bet., München "F & U ART-SHOP", Akademiegalerie, München 1998 Messe-Opening, Bet., Neue Messe München "2. Kongress für Performance & Visual Arts“, Bet., Berlin „5.Domagk-Ateliers", "F & U in Paradise", Bet., München 1999 "Junge Kunst"– H. d. Kunst, Bet., München "3.72-Stunden-Performance-Kongreß", Bet., Berlin " 6.Domagk-Ateliers", Bet., München "Same same but different", Bet., Kunstforum, Kunstpark-Ost, München 2000 "International Kongress für Performance & Visual Arts", Sacramento, USA "Die ersten Jahre der Professionalität 19", BBK – München 2001 "Friederike & Uwe", Galerie Kunst oder Reklame, München "EXIT-Festival", Performance Kongress, Bet., Helsinki "base.ment", Installationen im öffentlichen Raum, München 2002 "Happy Hours", Galerie Voelcker und Freunde, Berlin "living.room", Lothringer 13 Laden, München Teilnahme Art Frankfurt, Galerie Voelcker und Freunde Berlin "International Kongress für Performance & Visual Arts", Bet., Paris 2003 Teilnahme Art Frankfurt, Galerie Voelcker und Freunde Berlin "International Kongress für Performance & Visual Arts", Bet., Berlin " Paradies Projekt", Bet. Berlin Alexanderplatz 2004 Galerie justart München 10 Jahre Friederike & Uwe "Wunder der Prärie" internationales Festival, Bet. Mannheim 2005 2006 "Sklaven küsst man nicht" Bet., Neue Galerie Landshut, und Kunstraum Süd, Frankfurt Förderungen
und Stipendien: Internet: www.friederike-und-uwe.de |
|
|
| Seit
einigen Jahren erscheinen unter dem Label Friederike & Uwe, kurz F&U,
Fotoinszenierungen, Performances, Multiples, Tafelbilder und Fotografien
auf dem Markt. Auf welchem Markt? Auf dem Kunstmarkt einerseits und gleichzeitig auf dem Konsum- und Warenmarkt. Die Trennung bleibt bewusst unscharf. Seine Werke versteht das Künstlerpaar Friederike von der Weppen und Uwe Wulz als Produkte, die es selbst bewirbt: Die F&U Produktlinie zum Beispiel, die man via Versandkatalog bestellen kann oder das U-Bahn Escort Service-Büro von F&U, bei dem die Kunst zum Dienstleistungsangebot wird. Kampagnen wie diese werden selbst wieder zu Kunstproduktionen, wodurch sich Friederike & Uwe permanent zwischen Produktionsprozess und Produkt bewegen. Auf den jüngsten Arbeiten sieht man Schnappschüsse aus den letzten Jahrzehnten, farbverfremdete, nostalgisch anmutende Porträts von Paaren oder Standbildszenen aus Computerspielen. Die Technik ist ungewöhnlich: Jedes Motiv wird zunächst am Computer gerastert, teils verfremdet und in bestimmte Farbskalen umgewandelt, um dann aus Tausenden von Kunstoffmosaikteilchen in Handarbeit neu zusammengesetzt zu werden. Die so entstandenen gemäldeartigen Bilder laden durch die brillianten Farben und die kleinteilige, im Wechsel ganz nah bei einander liegende glatte und unterbrochene Oberfläche zum Anfassen ein - oder zum Mitspielen, sobald man erkannt hat, dass es sich um das aus eigenen Kindertagen bekannte Ministeck handelt. Überraschend ist dabei, wie die Bilder an die impressionistischen bzw. pointillistischen Werke eines Monets und Seurats erinnern. Hier wie da vollzieht das Auge des Beschauers die Farbmischung und lösen sich bei der Betrachtung aus der Nähe Inhalte und Konturen vollständig auf. Aus der Distanz jedoch entsteht dann ein fotorealistischer Eindruck der Szenarien. Die Bildvorlage, die am Ausgangspunkt des Werkprozesses stand, wird wieder erkennbar. Mit viel Ironie gelingt es den Künstlern Spielzeug aus Plastik, Digitaltechnik und Mosaikkunst mit impressionistischen und fotorealistischen Bildwirkungen zu verbinden und derart eindrucksvolle und verblüffende Seherfahrungen zu ermöglichen. courtesy galerie völcker & freunde, berlin |
|